Die Symptome des Reizdarmsyndroms- Erkennst du dich wieder?- Was du tun kannst, um alles besser zu v


Was ist eigentlich das Reizdarmsyndrom?

Da hast zwar du die Diagnose bekommen, aber so richtig klar ist dir das irgendwie nicht.

Bisher kam dir deine Erkrankung und deine Symptome so unfassbar und unberechenbar wie ein Kolibri vor? Irgendwie voll verwirrend alles?

In meinem neuesten Blog- Post möchte ich auf die Symptome eingehen und was du therapeutisch für ein besseres Bauchgefühl tun kannst.

Was ist das Reizdarmsyndrom?

Das Reizdarmsyndrom, oder im Englischen „Irritable bowel syndrom“ (IBS), beschreibt einen länger anhaltenden Zustand (mindestens 6 Monate), bei dem du ein häufiges Unwohlsein im Bauch und Defikationsprobleme ( das was im Klo landet ist irgendwie für dich nicht normal) verspürst, es aber keine weiteren medizinischen Diagnosen dafür gibt (gaaanz wichtig!!!: Die Diagnostik muss stehen, damit man keine „red flags“ übersieht).

Das heißt du wurdest auf Zöliakie, Laktose-, Fructose-, Histamin-, Unverträglichkeit getestet, es liegt keine Dünndarmfehlbesiedlung vor, eine Endometriose, sowie Krebs, etc. wurden ausgeschlossen.

Es gibt also schlicht einfach keine wirkliche Erklärung für deine Verdauungsbeschwerden, trotzdem ist es einfach nicht normal für dich, was da in deinem Bauch und auf der Toilette abgeht!

Es gibt keine spezielle Erklärung für die Entstehung des Reizdarmsyndrom, jedoch etliche Theorien, auf die ich später im Blog noch eingehen werde.

Es gibt auch nicht DIE eine Therapie für das Reizdarmsyndrom! Was bei dem einen hilft, hilft bei dem anderen vielleicht überhaupt nicht! So unterschiedlich die Personen sind, desto unterschiedlich sind auch die Symptome und Maßnahmen die helfen können.

Welche Symptome gibt es?

Die Symptome sind vielfältig und unterscheiden sich von Person zu Person, aber einige sind häufiger als andere.

Wie stark jemand durch die Symptome beeinflusst wird, ist natürlich auch verschieden. Den einen stört es massiv, der andere bemerkt es kaum.

In sehr stressvollen Situationen bewirkt der Stress und die Angst vor peinlichen Ausrutschern (oh, ein Pups, autsch Krämpfe, Mist Durchfall), dass die Symptome noch an Stärke zunehmen.

Selbst „normale“ Leute kennen den Stressdurchfall und jeder, der daran leidet, weiß wie absolut unangenehm das ist, allerdings entwickelt sich bei Reizdarmpatienten, häufig schon eine sich selbst erfüllende Prophezeiung und man erwartet förmlich, dass etwas unangenehmes passiert, was das Stresslevel noch weiter erhört und die Beschwerden verschlimmert. Ein richtiger Teufelskreis!

Zu den Symptomen gehören:

  • Ängstlichkeit/ Angst

  • Antriebslosigkeit

  • Bauchkrämpfe, die sich erst bessern, wenn man auf der Toilette waren

  • Blähbauch

  • Blähungen

  • Das Gefühl man muss groß, aber es kommt einfach nichts

  • Depressionen

  • Flankenschmerzen

  • Häufiges Wasserlassen

  • Kopfschmerzen

  • Müdigkeit

  • Muskelschmerzen

  • Ohrensausen

  • Rückenschmerzen

  • Schwindel

  • Sodbrennen

  • Übelkeit

  • Verstopfungen

Die Liste ist lang und lässt sich bestimmt noch individuell abändern und verlängern.

Was hilft deinen Reizdarm zu bändigen?

Vorweg: Es gibt nicht den einen Weg für alle!

Der Schlüssel zum Erfolg ist ein gutes Selbstmanagement. D.h. zu verstehen was Reizdarm eigentlich bedeutet, was die Symptome auslöst, die Trigger zu enttarnen und ihnen zu begegnen. Wenn du erstmal ein Gespür dafür entwickelt hast, was in deinem Körper gerade passiert, wirst du auch ein Gespür dafür entwickeln, welches Vorgehen, dir in der jeweiligen Situation am besten helfen wird.

Die Therapie des Reizdarms benötig viel Zeit und lässt sich nicht innerhalb von 2 Wochen umsetzen. Habe Geduld mit dir und deinem Körper!

Wichtig ist, dass du das Gefühl bekommst, dass du die Kontrolle über die Symptome zurück erlangst. Dazu gehört eine Mischung aus Ernährung, Stressmanagement und auch in Rücksprache mit dem Arzt im Notfall, Medikamenten.

Die Therapie des Reizdarmsyndroms ist sicherlich fordernd, aber versuche immer positiv zu bleiben und ergreife die Initiative, etwas aktiv gegen deine Probleme zu tun!

Medikamente

Manchmal geht es leider nicht ohne, es geht aber auch nicht ausschließlich nur mit Medikamenten!

Es gibt kein einzelnes Präparat, welches wie durch ein Wunder alle deine Beschwerden verschwinden lässt. Man sollte auch immer im Hinterkopf behalten, dass jedes Medikament hat auch Nebenwirkungen hat.

Viele Medikamente bekommst du frei verkäuflich, einige müssen jedoch auch verschrieben werden (dazu später mehr). Trotzdem solltest du deinen Arzt IMMER über eine Medikamenteneinnahme informieren, auch wenn die Medis frei verkäuflich sind. Sie können trotzdem Einfluss aus andere Medikamente haben, die du vielleicht wegen anderer Krankheiten nehmen musst. Johanniskraut gegen depressive Verstimmungen, hat z.B. einen extrem großen Einfluss auf andere Medikamente. Kann diese verstärken, oder abschwächen und damit großen Schaden anrichten. Also merke: Immer Rücksprache mit deinem Arzt halten, egal was du zusätzlich nimmst!

Dein Lifestyle und deine Ernährung

Vielen Personen hilft es, wenn sie bestimmte Bereiche in ihrem Leben überdenken und vielleicht auch verändern. Das kann von einem stressigen Beruf, über eine toxische Beziehung, bis hin zur Lage der Wohnung, alles Mögliche sein. Finde DEINE Stressoren! Was schlägt dir im wahrsten Sinne des Wortes auf den Magen? Kannst du sie ändern? Was kannst du tun, wenn du sie nicht ändern kannst?

Ich würde dir raten mit einem Gefühls- Tagebuch anzufangen. Schreibe auf, wie du dich fühlst, welche Ereignisse es an dem Tag gab und welchen Einfluss es auf deinen Darm hatte. Du kannst auch die Ernährung ergänzen um auch hier einen Überblick zu haben.

Es wird dir helfen deine Symptome und die jeweiligen Trigger zu erkennen!

Mir hat es jedenfalls sehr gut geholfen und ich gebe diesen Tipp immer gerne weiter!

FODMAP- Diät

Vielen Patienten hilft es, wenn sie ihre Ernährung umstellen. Jedoch solltest du nie alleine und auf eigene Faust mit der FODMAP- Diät starten! Die Gefahr, dass man sich verzettelt, oder Mangelerscheinungen erleidet ist einfach zu groß, gerade, wenn man den Weg nicht wieder raus findet und sich dauerhaft streng FODMAP- arm ernährt.

Suche dir daher unbedingt eine ausgebildete Fachkraft in deiner Nähe (findest du hier), oder im Internet, z.B. mich ;-) . Die Krankenkassen übernehmen deine Ernährungstherapie mit bis zu 100%.


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